Amélie

Der Fleck auf der Leinwand – Aller Anfang ist schwer …

2 minutes

… ist das so? Oder wohnt nicht vielmehr jedem Anfang ein Zauber inne? Und warum fangen so viele Leute gar nicht erst an mit dem Anfangen?

Aufschieberitis ist ein ernstes Problem. Nicht immer ist sie Zeichen einer Handlungsstörung, denn eine Weltreise oder ein Roman brauchen Planung, einen Plot und natürlich Vorbereitung. Allerdings wird sie zum Killer, wenn alles Sinnlose vorgezogen wird und du nie (!) zum eigentlichen Projekt kommst.
Dauerhaft kann das dann krankhafte Züge annehmen und zu Angstzuständen und Depression führen. Schiebst du auch so gern auf? Dann aber jetzt schnell raus aus dem Teufelskreis!
Werde aktiv, werde kreativ. Und gib lieber mal das eine oder andere Projekt auf, anstatt dich dauerhaft von den „Leichen im Keller“ terrorisieren zu lassen.
Tagebuch schreiben kann dir helfen zu priorisieren, Gleichgesinnte unterstützen, aber anfangen kannst nur du!

„Ich hab nicht das passende Material.“
Du brauchst nicht die trendigsten Sportschuhe, nur weil du anfangen willst zu joggen. Ebenso wenig brauchst du die teuerste Spiegelreflexkamera, um ein Foto zu machen – aber solides Werkzeug kann Lust machen! Genauso kann Grundbegriffe lernen etwas technisch und uncool klingen – und ein guter Anfang sein! Schau, was für dich am besten passt, aber lass nichts zur Ausrede werden.

Nicht anzufangen ist auch keine Lösung!
Wenn du nicht weißt, wo du beginnen sollst, ist es eine gute Idee, den Profis über die Schulter zu schauen. Du willst zum Theater? Geh nicht nur in die Vorstellung, erlebe auch mal eine Probe! Du willst Modellboote bauen? Dann geh zu einem Treffen oder zu einer Sammlermesse und lass dich von einem Modell begeistern.

Genauso kannst du es machen, wenn du eine Geschichte schreiben willst: Fang nicht mit der leeren Seite an, sondern mit einem beliebigen Satz, den du blind aus der Tageszeitung oder einem Buch ausgewählt hast, und dann schreib los (Assoziatives Schreiben). Oder nimm dir eine alte Geschichte und arbeite sie um und aus. Eine weitere Möglichkeit ist es, dir ein Blatt Papier zu nehmen und dich zu verpflichten, es vollzuschreiben – ohne aufzuhören. Lass einfach deine Gedanken auf Papier fließen und sieh, was entsteht (geht auch beim Malen!).

„Ich kann nicht malen.“
Wer seinen Namen schreiben kann, hat alles, was es braucht, um malen zu lernen. Also los, fang an, wie ein Kind Farbe fließen, Formen ohne konkreten Hintergedanken entstehen zu lassen. Mach dir einfach einen Fleck auf die Leinwand und leg los – schmutzig ist sie ja schon.

Nimm dir am besten erst mal gar nichts Konkretes oder Reales vor, entdecke nur, was entsteht – und nimm lieber Wasserfarbe als Öl und eher nur 20 Minuten Zeit, anstatt dein Lebenswerk im ersten Bild malen zu wollen.

Ja, jeder Anfang wird beflügelt durch die Kraft des Neuen – nutze sie!
Gerade beim Anfangen die Balance zu halten zwischen planhaftem Vorgehen und Offenbleiben für Richtungswechsel ist nicht einfach – mit ein wenig Geduld lernst du aber schnell, die Kluft zwischen Komposition und Improvisation zu überbrücken.
Überliste dich und fange z. B. an, ohne es zu merken, indem du es zwischendurch machst, sozusagen als Pause während eines anderen, „ernsthaften“ Projektes.

Dann nimmst du dir nur ein wenig Zeit, um Ideen zu sortieren, ein Minimum an Planung zu realisieren, und legst los.
Es ist erstaunlich, wie gelassen man wird, wenn man nicht mehr einen Berg von „Unangefangenem“ vor sich herschieben muss.

Also, womit fängst du heute an?

Für mehr Inspiration zum Thema creative Gelassenheit sprich mich an!
Eure Melanie Amélie Pump – euer Creativeer®


KATEGORIEN

LETZTE EINTRÄGE

SCHREIB EINEN KOMMENTAR