Amélie

Mach doch mal was anders (falsch) – Von Fehlern und Routinen

2 minutes

Wenn du immer wieder das tust, was du immer schon getan hast, dann wirst du immer wieder das bekommen, was du immer schon bekommen hast.
Wenn du etwas anderes haben willst, tu etwas anderes!
Und wenn das, was du tust, dich nicht weiterbringt, dann tu etwas völlig anderes – statt mehr vom gleichen Falschen!
Paul Watzlawick

Wer macht schon gern immer wieder das Gleiche (falsch)? Nur wie löst du dich aus Gewohnheiten, die dir noch nie gutgetan haben? Wie brichst du mit einer Routine, die nachweislich immer zum gleichen (negativen) Ergebnis führt? Wie vermeidest du die x-te Wiederholung deines Lieblingsfehlers?
Routine ist wichtig – sie hilft uns, unseren Alltag erfolgreich zu meistern, ohne konstant im Stress zu sein. Das ist gut.
Doch gleichzeitig lockt uns die immer identisch ablaufende Gleichform in die Bewusstlosigkeit. Unbewusst trotten wir zum Bäcker, löffeln unser Müsli und fahren zur Arbeit … Das ist nicht gut.
Nach demselben Schema machen wir sogar Fehler: Wir halten an alten Angewohnheiten und Abläufen fest und beklagen uns, dass wir keine Zeit hätten und nicht vorankämen. Wir benutzen die gleichen Worte und Argumente und wundern uns, dass wir uns mit bestimmten Personen immer um das Gleiche streiten. Einfach weil wir nicht achtsam mit uns sind.
Zugegeben, etwas (und vor allem sich selbst) zu ändern kostet Überwindung, Kraft und Zeit!

Überwindung

Es kostet uns Überwindung, weil wir nicht sicher sein können, ob sich wirklich etwas zum Positiven ändert oder ob unser Verhalten nur wieder zu einem (neuen) Fehler führt. In einer Gesellschaft, in der Fehler fast immer als schlecht betrachtet werden, verstehe ich das. Deshalb lade ich dich ein: Betrachte deine Fehler als Freunde. Als liebevolle Freunde, die dir sagen: „So nicht, probier es noch mal – du schaffst es.“ Stolpern, fallen, aufstehen – und dann Knie abputzen und weiter!

Kraft

Nicht nur du hast dich an deine Routine und Fehler gewöhnt. Dein innerer Schweinehund hat es und Freunde und Kollegen auch. Vielen von ihnen wird es schwerfallen zu akzeptieren, wenn du anfängst, etwas zu verändern. Lass dich davon nicht ablenken und schon gar nicht aufhalten. Einfach Anker lichten, weitersegeln!

Zeit

Die Wissenschaft hat mittlerweile hinreichend untersucht, dass es mindestens sieben Wochen dauert, bis eine Verhaltens- oder Gedankenänderung zur Gewohnheit wird. Sprich: Auch du kannst dich ändern. Alles was du brauchst, ist Geduld und ein bisschen Achtsamkeit, damit du auf dem richtigen Weg bleibst.

Und das Ergebnis ist in jedem Fall die Mühe wert. Denn zum ersten Mal hast du wieder die Chance auf ein wirklich neues Ergebnis – vielleicht einen neuen Fehler, aber vielleicht auch den größten Erfolg deines Lebens!
Also, mach doch mal was anders (falsch).
Ich wünsche viel Spaß beim Ausprobieren!

Dein Creativeer® Amélie


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