Amélie

Manager oder Mama – Burnout kann jeden treffen

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„So hab ich mir das einfach nicht vorgestellt“ – Burnout einer Familienmanagerin

Als Christinas Wunsch erhört wurde und sie Mama wurde, war sie nur eines: glücklich! Trotzdem ging sie gern in ihren Job als Teamleiterin zurück. „Das Jahr zu Hause war toll, aber ich hab mich auch darauf gefreut, endlich wieder arbeiten zu gehen.“
Dass sie damit einen Burnout riskierte, hat sie nicht kommen sehen.

Schon am ersten Tag war nichts wie zuvor: Statt in Ruhe morgens ins Büro zu kommen, schaffte sie es kaum pünktlich, weil die Übergabe in der Kita bei weitem nicht so reibungslos lief, wie während der Eingewöhnung. Hinzu kam, dass in ihrer Abwesenheit eine neue Kommunikationssoftware in der Firma installiert worden war, die ihr zunächst die Arbeit so gar nicht erleichterte.
„Kann ja nur besser werden“, sagt sie sich tapfer.

Burnout in Teilzeit – gibt’s das?

Bereits nach kürzester Zeit steht fest, ihre anfänglichen 70 Prozent sind nicht zu halten. Wenn sie nicht binnen des ersten halben Jahres einen Burnout riskieren will, muss sie ihre Stunden reduzieren. Das macht sie – gegen den Widerstand ihres Chefs, den Druck des Geldes und ihrer persönlichen Karriereambitionen.

Sie beißt die Zähne zusammen, arbeitet nur noch 50 Prozent – und schafft trotzdem das Pensum von vorher. Dann wird ihr Kind das erste Mal krank und sie muss ein paar Tage zu Hause bleiben. Natürlich arbeitet sie im Homeoffice weiter – neben Tee kochen, Bettwäsche wechseln etc. Ihr Mann versucht mit Überstunden ihre gehaltliche Einbusse auszugleichen und ist dafür in der Familie noch einmal weniger eine Unterstützung.
Früher als sie noch mehr Zeit hatte, wäre ihr aufgefallen, dass diese Art von Dauerstress speziell auch bei Müttern zu Burnout führen kann – aber heute hat sie eben keine Zeit mehr.

Und dann stellt er sich mal vor – der Burnout

Dass sie mittlerweile eine mehr als ernstzunehmende Kandidatin für die Diagnose Burnout ist, wird ihr schlagartig klar, als die Kopfschmerzen nicht mehr aufhören und zu den Einschlafschwierigkeiten auch noch generell Schlaflosigkeit kommt.

Sie ist unkonzentriert und macht Fehler, die sie dann durch ein Mehr an Einsatz versucht auszugleichen. Auch zu Hause wird sie immer weniger zugänglich, arbeitet nur noch ab, rotiert, ohne zu hinterfragen. Und die Laune sinkt zunehmend. Als sie das erste Mal ihr Kind anbrüllt, erkennt sie sich selbst nicht mehr. Der Teufelskreis Stress hat sie fest im Griff.

Hab ich etwa ein Burnout-Syndrom?

Nicht jeder, der mal eine Weile etwas müde oder deprimiert ist, hat auch gleich einen Burnout. Und wir Mütter sind ja ohnehin hart im Nehmen. Ernst wird es allerdings, wenn selbst im Urlaub keine Regeneration mehr stattfindet und man danach eigentlich noch genauso fertig bist wie zuvor.

Typisch für ein echtes Burnout-Syndrom können Symptome sein wie:

schwindende Belastbarkeit sowohl körperlich, wie auch seelisch,
eine tiefe emotionale Erschöpfung und
ein starkes Gefühl von Sinnlosigkeit
Dazu kommen häufig Anfälligkeiten, Schmerzen in Rücken, Kopf, Magen etc. und diverse andere diffuse Befunde. In Kombination deuten sie allerdings längerfristig ernsthaft auf einen Burnout hin.

Frauen riskieren eher einen Burnout als Männer

Die Krankenkassen melden in den letzten Jahren immer mehr stressbedingte Fehlzeiten bei den Krankschreibungen.
Und die TK-Stressstudie 2016 zeigt: Sechs von zehn Menschen in Deutschland fühlen sich gestresst – beruflich oder privat. Dabei stehen die Frauen noch mehr unter Stress als die Männer. Die traurige Spitze bilden die 30- bis 39-Jährigen, bei denen das Ergebnis der Studie zusammengefasst lautet: „Den eigentlichen Stress löst die mangelnde Vereinbarkeit von Familie und Beruf aus.“ Es sind also nicht die Kinder, die „stressen“, sondern der tägliche Kampf Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Menschen, die sich dabei auch noch mit viel Idealismus auf die Arbeit stürzen und sich dabei wenig schonen, sind besonders gefährdet.

Mütter einsame Spitze

Eine traurige Realität in unserer heutigen Gesellschaft ist, dass eben besonders die Mütter Gefahr laufen in ihrem Leben ein Erschöpfungssyndrom zu haben. Schon in einer funktionierenden Familie ist es nicht leicht, allen Anforderungen zu genügen – ganz zu schweigen von der Situation als Alleinerziehende. Die Forderungen nach Flexibilität, ständiger Erreichbarkeit und unsicheren Arbeitsverhältnisse verschlechtern die Chancen auf seelische Gesundheit noch zusätzlich. Doch wie erkenne ich jetzt, ob ich eigentlich zum Burnout neige?

Burnout? Ich? Und nun?

Sich allein kommt man meist nicht so leicht auf die Schliche, eine Freundin oder auch ein Coach können hier jedoch ein guter Spiegel sein.

Perfektionistinnen leiden schneller unter Burnout, ebenso wie Frauen, die zu klassischen Denkmustern neigen, wie „ich werde nur geliebt, wenn ich funktioniere“, „ich muss es allen recht machen“ und „ich kann doch nicht nein sagen“.

Fühlst du dich wohl in der Haut, die du jeden Tag nach außen trägst, oder möchtest du in deinem Innern ganz anders sein? Stellst du bei dieser Frage ein Rumoren in der Magengegend fest, ist es an der Zeit, die Reißleine zu ziehen. Bevor die temporäre Erschöpfung chronisch wird und die Diagnose Burnout nur noch durch einen langen, schweren Weg zu beheben ist.

Letzte Station Burnout – ich steig dann mal vorher aus

Wenn sich bei dir vielleicht die ersten Anzeichen zeigen oder du auch nur das Gefühl hast, der Stress wächst dir einfach zunehmend über den Kopf, dann ist genau JETZT der richtige Zeitpunkt, um zu handeln.
Tu deine Symptome auf keinen Fall ab, sondern lass sie sorgfältig von einem Arzt abklären. Neben Präventionskursen, die die Krankenkasse bezahlt, gibt es auch die Möglichkeit, individuell mit einem Coach zu arbeiten und damit tiefliegende Gedankenmuster und das eigene Wertesystem zu hinterfragen und zu stärken.

Die wichtigste Frage ist akut: Was stresst mich und wie kann ich es vermeiden? Beantwortest du sie und entscheidest dich aktiv gegen den Stressor, gelingt es auch dir, dem Burnout ein Schnippchen zu schlagen.

Gerade noch rechtzeitig für Christine hat sie ein befreundeter Arzt für einige Wochen aus dem Verkehr gezogen. Er ist es auch, der ihr dringend zu einer Beratung und einem Coaching rät, ehe ihr Zustand akut in einem Burnout endet.
Und so gelingt es ihr, dem Hamsterrad zu entkommen und am Ende wieder zu sich zu finden.

Und das kannst du auch! Denn wer rechtzeitig reagiert, hat alle Chancen, seine Situation grundlegend zu überdenken und Alternativen zu schaffen, ehe es keinen Ausweg mehr gibt.

Viel Erfolg dabei wünscht dir
deine Amélie – dein Creativeer®

Mein Name ist Melanie Amélie Pump und ich helfe angestellten und selbstständigen Müttern dabei in nur 8 Wochen, endlich stressfrei und ausgeglichener zu sein – ohne schlechtes Gewissen und ohne Selbstvorwürfe. Sprich mich an!


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