Amélie

Verantwortung lohnt sich – nicht überall, aber immer

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Wenn „verantwortlich“ nichts anderes bedeutet als „schuld zu sein“, wird eigenständiges und selbstverantwortliches Arbeiten zur Qual. Kommt dir das bekannt vor?

In meinem Lieblingsfilm „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ wird das Problem metaphorisch dargestellt:
Jedes Mal, wenn Aschenbrödel einen Vorschlag macht, um sich oder die Gesamtsituation zu verbessern, wird dieser nur quittiert mit:
„Ach, dafür hast du Zeit? Dann hast du wohl nicht genug zu tun.“ Und dann greift die böse Stiefmutter nach zwei Schüsseln voller getrockneter Erbsen und Linsen und vermischt sie. Aschenbrödel muss sie dann auseinandersortieren.
Wozu? Ja, das fragt man sich bei dieser Aufgabe ebenso wie bei vielen, die gerade jungen Angestellten übertragen werden, wenn sie ungefragt mit innovativen Ideen und kreativen Vorschlägen aufwarten.
Statt den (jugendlichen) Elan und Eifer zu nutzen und für sich gewinnbringend arbeiten zu lassen, werden die Mitarbeiter an der kurzen Leine gehalten und durch Routineaufgaben demotiviert.
„Bitte richten Sie es so ein, dass das Tagesgeschäft weiterläuft, während Sie die letzten zehn Jahre Ablagen umsortieren … Nein, nach vorn zu blicken bringt uns nicht nach vorn, das haben wir schließlich schon immer so gemacht.“ Traurige Wahrheit also, dass selbst wenn ein Mitarbeiter die Initiative zeigt, Verantwortung übernehmen zu wollen – und das ist ja auch nicht immer und überall gegeben –, er oft auch noch offensiv ausgebremst wird.
Im schlimmsten Fall gipfelt das vielleicht sogar noch in Schuldzuweisungen, wenn im Übergang mal etwas unrund läuft oder womöglich etwas schiefgeht.
Ich möchte euch jedoch dringend ermutigen: Macht weiter so! Gebt nicht auf, schaut über den Tellerrand, übernehmt Verantwortung, leitet, treibt voran und kreiert. Es ist wie in der Schule: Du lernst nicht für deine Lehrer oder Eltern, du lernst für dich.
Deshalb gilt auch im Job: Du wächst an deinen Herausforderungen, und wenn dieser Vorgesetzte oder dieses Unternehmen deine Talente noch nicht zu würdigen wissen, das nächste kann es sicher!
Such dir also Wege, um deine Ziele zu verwirklichen – nicht um ihnen auszuweichen, um es jemand anderem bequemer zu machen.
Du kannst gute Ideen auch eine Ebene höher präsentieren, deine Vorschläge für einen späteren Zeitpunkt sammeln und deine kreative Energie mehr in persönliche Projekte fließen lassen, wenn sie an deinem derzeitigen Arbeitsplatz nicht gewürdigt werden. Nur lass dir deine Innovationskraft nicht beschneiden oder gar nehmen! Glaub an dich, denn deine Zeit wird kommen.

Ich weiß das, denn du bist super, genauso wie du bist.

Deine Amélie
– dein Creativeer®


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